Ausgewandert!

written by Johannes
6 · 18 · 16

Viele Leute spielen mit dem Gedanken, auszuwandern, aber nur wenige tun es. Freunde von uns haben es tatsächlich getan: Im Sommer 2015 haben Heather und Helmut von Stackelberg ihr Haus verkauft und sind mit Sack und Pack nach Südfrankreich übergesiedelt. Dort haben sie sich am Rande eines kleinen Orts im Departement Gers ein altes Steinhaus gekauft mit viel Land drum herum.

Vom Garten aus sind die Pyrenäen in Sichtweite, im Winter und Frühjahr kann man die schneebedeckten Gipfel sehen. Zum Mittelmeer und an den Atlantik sind es jeweils nur zwei Stunden Fahrzeit. Zum Flughafen von Toulouse sind es gerade mal eineinhalb Stunden. Man kann wandern – der Jakobsweg ist nicht weit – oder kleine und große Städte erkunden. Hauptstadt des Departements ist Auch, stolz auf ihre Kathedrale, den Fluss Gers sowie eine monumentale Treppe mit einem Standbild des Comte d’Artagnan, den Alexandre Dumas mit seinen Romanen über die „Drei Musketiere“ unsterblich gemacht hat. Ebenfalls in Ausflugsweite sind Albi, Tarbes, Lourdes oder Carcassonne, so dass auch bei längerem Aufenthalt keine Langeweile aufkommt.

Ferienwohnung und viel Natur

Das Beste am neuen Wohnort unserer Freunde ist für uns jedoch die Ferienwohnung für zwei bis vier Personen, die Gite, wie sie sagen. Sie ist in einem Anbau untergebracht, hat einen eigenen Eingang, einen Grillplatz und wurde liebevoll renoviert. Küche und Dusche sind komplett neu und es gibt sogar eine Spülmaschine. Aber das Allerbeste an der Gite ist der riesige Garten. Dort können nicht nur Erwachsene sich in der Hängematte aalen – der Garten ist ein Paradies für Kinder. Dort gibt es Obstbäume, unzählige Gräser und Blumen, wilde Orchideen, Bienen, Hummeln und Eidechsen. Und natürlich Maulwürfe, was den Gartenbesitzern gar nicht gefällt, die Kinder aber toll finden.

Helmut hat versichert, dass er nicht nur mit uns in den Bergen und im Pyrenäenvorland wandern würde, sondern auch mit anderen Feriengästen, sofern sie es wollen. Und er ist immer bereit, den Aufenthalt mit Vorschlägen zu bereichern. Frühstück macht er auch mal, zumindest geht er Brot holen oder er bäckt es selbst. Im nahen Ort Masseube (sieben Minuten mit dem Auto) gibt es ein ursprüngliches französisches Restaurant, bei dem so leckere Dinge wie Poulet Rotie, Truite aux Amandes au Four oder Tarte Flambée (!) auf der Karte stehen. Aber auch eine Pizzeria gibt es in Masseube und für den internationalen Gaumen sogar recht gute chinesische oder indische Restaurants in Pavie und Auch.

www.abagneres.com

Johannes

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